Einzigartig:  Angewandte Duftkommunikation (DuKo) nach C. Lamontain

„Düfte sprechen, wo Worte fehlen.“ 

Immer wieder taucht die Frage auf: Was ist eigentlich Angewandte Duftkommunikation (DuKo)? Wie kann ich es jemanden nahebringen? Verbal ist es eher schwierig. Wer es einmal erfahren hat, weiß, was es ist und wird dieses außergewöhnliche Erlebnis so schnell nicht wieder vergessen.

Was lässt sich nun zur DuKo sagen? 

Es ist so angenehm,
zu gleich die Natur und sich selbst zu erforschen,
weder ihr noch dem eigenen Geist Gewalt anzutun,
sondern beide in sanfter Wechselwirkung miteinander ins Gleichgewicht zu bringen.
J. W. v. Goethe

 

Auch wenn Goethe die DuKo nicht kannte – seine Worte fassen ihre Philosophie kaum treffender zusammen.

Einordnung

Die Angewandte Duftkommunikation (DuKo) ist eine praxisorientierte Methode. Sie entstand aus langjähriger Duftarbeit mit ätherischen Ölen (ÄÖ) und verdichtet Impulse der „Integralen Osmologie“ nach Martin Henglein (inklusive Duftkreismodell) sowie der „Dialogisch Aktiven Kommunikation“ nach Gerhard Tiemeyer (DGAM). Der Zugang zur DuKo führt über den Geruchssinn.

Die DuKo ist keine Alternative zu bestehenden angewandten Methoden – sie erweitert sie. Etwa die Aromatherapie und Aromapflege, aber auch psycho-soziale Begleitkonzepte und Therapien. Sie rückt dabei ätherische Öle als Kommunikationsmittel in den Fokus: eine Kommunikation mit dem Duft, über den Duft und durch den Duft – ein „Dialog zwischen Duft und Psyche“, in dem die subjektive Duftwahrnehmung und das individuelle Duftempfinden des Riechenden im Mittelpunkt stehen.

Die DuKo ist ein erfahrungsbasiertes Verfahren aus der gesundheitspraktischen Praxis. Ihre Grundlage sind langjährige Beobachtung und die Rückmeldungen der Klienten. Es gibt keine klinischen Wirksamkeitsstudien. Wer daraus eine Aussage über die Qualität der Praxis ableiten will, ist eingeladen, das Duftgespräch selbst kennenzulernen.

Haltung und Prinzipien

Die DuKo folgt einem gesundheitspraktischen Ansatz, arbeitet mit dem Duft über den Geruchssinn und bezieht aktive Duftimagination und die Repräsentationssysteme VAKOG ein. Die Klienten sind aktive Gestalter. Ihre Resonanz auf Düfte – ist der Kompass im Duftgespräch. Der Duft übernimmt die Rolle eines „Gesprächspartners“.

Die Begegnung mit dem Duft wird zum sinnlich-SINNvollen Erlebnis. Respekt, Achtsamkeit und die Autonomie der Klienten sind Voraussetzung; die Begegnung findet auf Augenhöhe statt. In der Duftkommunikation wird nicht mit dem Inneren gearbeitet – das „Innere“ wird angeregt zu zeigen, wozu es im Moment bereit ist. Es ist ein Angebot. Ablehnungen sind immer zu respektieren und verbindlich.

Die DuKo ist phänomenologisch angelegt: Nicht die Psyche wird bearbeitet, sondern sie zeigt sich – im Duft, im Erleben, im Körper. Was erscheint, wird wahrgenommen und benannt.

Zwei Grundannahmen

Erstens: Jeder Geruch trägt die Information über seine Ursprungspflanze, deren Ökosystem und deren erfolgreiche Überlebensstrategien in sich. Diese Informationen treten in Resonanz mit dem physio-psychischen System des Riechenden. In der Annahme oder Ablehnung eines Duftes zeigt sich der momentane Stand der Bereitschaft, sich für die Information zu öffnen.

Zweitens: Jeder Mensch tut zu jedem Zeitpunkt sein Bestes – entsprechend seines Wissens- und Erfahrungsstandes, mit dem Ziel der Schmerzvermeidung und des Überlebens.

Wirkverständnis und Abgrenzung zur Aromatherapie

Die ätherischen Öle bieten zwei Ebenen an: ihre biochemische Zusammensetzung, die Gegenstand der Forschung ist – und Duft-Informationen über die Überlebensstrategien der Ursprungspflanze. Die klassische Aromatherapie arbeitet mit der ersten Ebene; die DuKo greift die zweite auf. Nicht der unmittelbare stoffliche Kontakt des ätherischen Öls und sein pharmakologischer Wirkmechanismus stehen im Betrachtungsmittelpunkt, sondern die Informationsverarbeitung der Geruchssignale. Physiologisch gesichert ist: Duftmoleküle werden an den Riechzellen in elektrische Signale umgewandelt und dem Gehirn zur Verarbeitung bereitgestellt. Daraus folgt in der DuKo die Arbeitshypothese, dass der Duft als Informationsträger fungiert.

Die Klienten werden zu Akteuren bei der Duftauswahl; ihre innere „(Themen)Welt“ ist richtungsweisend. Über die Verbalisierung des Empfundenen kommt Unbewusstes sprachlich ins Bewusstsein. Der Duft „legt“ Worte auf die Zunge, die im Sinne des Themas wesentlich sind. Dem Begleiter kommt die Rolle des Beobachters zu; durch Nachfragen und Reflexion erhalten die Klienten Unterstützung bei der Wahrnehmung und Verarbeitung seelischer und körperlicher Empfindungen.

Die Intention ist mit dem salutogenetischen Gedanken verbunden. Symptom- und defizitorientierte Ansätze sind nicht Gegenstand der Duftkommunikation.

Anwendungsfelder

Die DuKo eignet sich als Erweiterung bestehender angewandter Methoden – der Aromatherapie und Aromapflege ebenso wie psycho-sozialer Begleitkonzepte und Therapien. Sie kann als Duft-Coaching, als Alltagsbegleitung, zur Entspannung, als Genuss- und Selbstwirksamkeitstraining eingesetzt werden. Und als nonverbales Kommunikationsmittel, wenn Worte fehlen.

Mein Part in der Duftkommunikation

Als gesundheitspraktisch orientierter DuKo-Praktiker übernehme ich eine Lotsen-Funktion und begleite Klienten durch das Erleben und Erfahren ihrer eigenen individuellen Wahrnehmung der Welt. Voraussetzung ist, den Klienten ihren Raum zu lassen und mit Respekt die mir dargebotene Tür zur sinnlichen Wahrnehmung dieser Welt zu betreten. Das, was mir dort begegnet, muss sich bei weitem nicht mit meiner Erfahrung der Welt decken. Auf dem Weg über die Duft-Brücke begegne ich staunend und ehrfurchtsvoll dieser individuellen „Realität“ und darf teilhaben an den Lebensstrategien zur Meisterung des Lebens.

Der Duft als das Dritte im Bunde wird zum Navigator im Sinne des Auftrages. Meine Kenntnis der „Duftsprache“ der Pflanzen bildet die Basis für den Dialog über das Medium Duft. Die „Duftantworten“ der Klienten sind sehr, sehr persönlich und bedürfen einer ethisch respektvollen inneren Haltung. Das Duftgespräch kann ein sehr intimes Gespräch sein, das einen geschützten Raum beansprucht. Die Begleitung erfolgt im Dialog, unter Wahrung der Autonomie und der Selbstverantwortung der Klienten.

Praxis und Erleben

Ich beobachte immer wieder, wie bei den Klienten ein nachhaltiger Erlebniswert bleibt, verbunden mit dem Gefühl erfahrener Selbstkompetenz. Augen, die beim Duftkontakt plötzlich zu strahlen beginnen – Gefühle, die sichtbar werden – und das Erleben, dass sich durch einen Duft ein Gefühl im Bruchteil einer Sekunde wandeln kann. Wenn Menschen erfahren: „Ich kann etwas wahrnehmen … ich nehme die Unterschiede wahr … ich erfahre meine Antworten … ich kann mir vertrauen …“, das sind die Momente, wo etwas Wertvolles und Bleibendes in der Begegnung stattfindet. Diese Beobachtungen betrachte ich immer wieder als Geschenk.

Die Angewandte Duftkommunikation (DuKo) wurde von C. Lamontain entwickelt. Das „Duftgespräch“ und „Duft und Psyche im Dialog“ sind zentrale Begriffe dieser Methode.

Einzigartig: Angewandte Duftkommunikation (DuKo) nach C. Lamontain

Schreibe einen Kommentar